Only Lyon - Tourism and Conventions

Mylène, blogueuse © papilles en balade
Bellecour © papilles en balade
Berges du Rhône © papilles en balade
Sculpture Only Lyon © papilles en balade
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Eine Burgunderin Addicted To Lyon

Mylène, Bloggerin

Mylène, Bloggerin aus dem Burgund, die gerne kocht und Ausflüge macht, ist nach Lyon gekommen, um die Stadt zu entdecken - welch Treulosigkeit gegenüber ihrem Burgund! Wie viele andere auch, ist sie „Addicted To Lyon“ geworden...

http://papillesenbalade.wordpress.com

Sonntag, der Tag beginnt, die Sonne scheint, obwohl Miss Météo das Gegenteil vorhergesagt hatte! Schnell duschen, Jeans, Chucks an den Füßen, Sonnenbrille auf der Nase und meinen Schatz an der Hand - ich bin bereit sie zu entdecken! Wen?? Naja, die Stadt Lyon natürlich!!! Wage es nicht mir zu sagen, dass du sie nicht liebst!

Der Markt

Als vorbildlicher Tourist ist es unmöglich nicht zum Markt zu gehen! Ich liebe das! Aus vielen Gründen: Farben, Gerüche - insbesondere im Frühling! Rote Erdbeeren, grüne Salate, pinke Radieschen - ein wahrer Regenbogen! Man kann sich gar nicht satt sehen! Unser Geruchssinn bekommt keine Pause... Brathähnchen hier und dort, Käsehersteller mit ihren Saint Marcellin, Tomes de Savoie und frischen Ziegenkäse, Austern und andere Meeresfrüchte der Fischhändler, Pfingstrosen der Blumenhändler, etc.

Die Leute…

Auf einem Markt kann man am besten die Bewohner eines Viertels kennenlernen. Wir sind mitten im Stadtzentrum Lyons, in einem „eher gehobenem“ Viertel, wenn ich das so sagen darf… Kleinfamilien sind da. Papa, Mama, Jeanne und Louise, ihre beiden Kinder. Papa ist wegen der Wolken, die schwer über der Basilika hängen, beunruhigt. Mama macht sich keine Sorgen… Zu Mittag gibt es Radieschen, Brathähnchen und Bratkartoffeln. Es ist verrückt, wie viel man über das Leben anderer erfährt, wenn man ihnen 5 Minuten (unfreiwillig) auf der Straße folgt. Es reicht ihre Kleidung anzuschauen und zu hören, wie sie sich unterhalten… Man stiehlt ein ganz kleines Stück Leben und lässt seiner Fantasie freien Lauf…

Auf der Suche nach den Brioches aux Pralines

Wir gehen zum Bio-Bäcker, den wir bei unserem letzten Besuch im Dezember entdeckt hatten. Er hat seinen Standort geändert, aber ist noch immer da!! Seine Brioches aux pralines rufen förmlich meinen Namen!!! Es ist unmöglich zu widerstehen! Drei leckere, rosafarbene Brioches für uns, bitte!! (zu einem netten, blonden, jungen Mann, von dem ich mir weder Name noch Adresse gemerkt habe). Ich kann nur sagen, dass du ihn sofort erkennst, wenn du seine Brioches siehst! Die allerschönsten, die ich je gesehen habe! Und die Menge der Pralines… UNGLAUBLICH!! Hummmmm, wenn ich nur an die leicht karamellisierten, kleinen Pralines-Stücke, die herausstehen und die man essen kann ohne in die Brioche beißen zu müssen, denke, habe ich ein Funkeln in meinen Augen und mir läuft das Wasser im Mund zusammen!!! Ich hätte ein Foto machen können...aber nein! Wir haben alles schon vorher aufgegessen!! (die Diät ist egal!!)

Wir steigen die Métro-Station hinunter, denn unser nächster Tagesordnungspunkt erwartet uns… (Aufgepasst, das war das Beste des ganzen Wochenendes!)

Neues Stück Leben in der Métro.

Ich habe eine blühende Fantasie (manchmal auf meine Kosten!) und ich liebe es mir das Leben anderer vorzustellen… Wo gehen sie hin? Was machen sie? An was denkt dieses junge Mädchen mit den blauen Augen? Und spielt dieser kleine Junge lieber Fußball oder fährt lieber Fahrrad? Meine Gedanken schweifen ab, gehen von einer Person zur nächsten. STOP! Wir sind da.

Montplaisir

Ein prädestinierter Name… Den werde ich mir aufschreiben müssen, da schon alleine der Name einem zum Träumen bringt! Wir befinden uns nun vor der Villa von Antoine Lumière… Wow!! Beeindruckend! Wie dieses riesige Bauwerk vom Ende des 19. Jahrhunderts dort aufragt. Mitten in einem Viertel, das wahrscheinlich nicht mehr so aussieht, wie das, das Louis und Auguste, die Erfinder des Cinematographen, gekannt haben. 

Wir betreten das Musée Lumière. Es ist als würde man zur Familie Lumière nach Hause gehen, so als ob sie noch da wären. Wegen meiner etwas „sentimentalen“ Seite stelle ich mir hier das Leben vor ein bisschen mehr als 100 Jahren vor… Ich stelle mir Augustes Frau, Marguerite, vor, wie sie sich um ihre Knirpse im Wintergarten kümmert… Die Großmutter Jeanne-Joséphine ist auch da, sitzt in einem Sessel, hat die Augen geschlossen und ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen. Wahrscheinlich beglückwünscht sie sich selbst… Sie hat ihren Antoine in Paris geheiratet, bevor sie in die Haute-Saône ging und schließlich in Lyon ankam, wo ihr Ehemann sich niederließ und das Imperium Lumière gründete! Genau das hat mich hier wahrscheinlich am meisten bewegt. Die Atmosphäre, der menschliche und lebendige Aspekt der Ausstellung. Es werden nämlich nicht nur eine Menge Erfindungen ausgestellt. Nein, hier werden sie in ihren Kontext eingebettet, man lässt sie wieder aufleben. 

Die Filme sind da: Der begossene Gärtner, Arbeiter verlassen die Lumière-Werke, Babys Frühstück… Gegenstände von damals, wie Plakate und Fotos. Dutzende Fotos von beeindruckender Qualität, wenn man bedenkt, dass sie vor mehr als einem Jahrhundert gemacht wurden! Wir gehen in das Zimmer von Antoine. Das Parkett knarrt unter unseren Füßen, genau so wie es wahrscheinlich schon vor 100 Jahren unter den Schritten des Eigentümers geknarrt hat. Ich kann nicht genau sagen, warum mir das Museum so gut gefallen hat. Eigentlich interessiere ich mich gar nicht so sehr für Kinos (außer Guillaume Canet spielt im Film mit, aber psssst!). Kurzum, vertrau mir und geh dort hin! Das Museum hat mich wirklich berührt… Und glaube mir, von einem Ort berührt zu werden, ist tausend Mal besser als davon beeindruckt zu sein! 

Tony Garnier

Alle kennen die Halles, ehemaliger Schlachthof der Stadt Lyon. Was weniger bekannt ist, zumindest wenn man nicht aus Lyon kommt, ist die Cité des Etats-Unis. Perfektes Stadtviertel, in dem die Grünflächen mit den auf Menschen zugeschnittenen Gebäuden dicht beieinander liegen. Leider sind die Museen sonntags geschlossen, aber das ist nicht schlimm - wir kommen wieder! Ich möchte unbedingt das Appartement-Museum der 30er-Jahre besichtigen!! Ein Dutzend Fresken verschönern die Mauern dieses Stadtteils. Man kann dieses Viertel wie ein Museum unter freiem Himmel besichtigen! Genau das ist ebenfalls kennzeichnend für Lyon. Man findet Orte besonders schön, von denen man es nie erwartet hätte... Die Tram bringt uns zurück auf die Halbinsel. Wir beenden unser Wochenende auf den Croix-Rousse-Hängen.

Mach's gut…

Ich fahre zurück in mein Burgund, lasse dabei meinen Schatz, der zurück in sein Weinanbaugebiet fährt, und diese Stadt, die, da bin ich mir sicher, noch viele Überraschungen für mich bereit hält, hinter mir. Ja, ich habe mich während meinen beiden Aufenthalten jedes Mal ein bisschen mehr in die Stadt verliebt! Und eins ist sicher, diese Liebesgeschichte ist noch nicht zu Ende!

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